Der Inspektionsgrad der öffentlichen
Kanäle hat sich in den letzten Jahren weiter erhöht.
Er liegt bei ca. 80%des Kanalnetzes. Die Ausgaben für
die Kanalsanierung in Deutschland betrugen im Jahr 2003
rund 1,60 Milliarden Euro. Etwa die Hälfte der Kanäle
werden in Deutschland durch Erneuerungsmaßnahmen
instand gesetzt. Renovierungsverfahren finden in zunehmendem
Maße Anwendung. Ca. 20 % der öffentlichen Kanalisation
sind kurz- bzw. mittelfristig sanierungsbedürftig.
Weitere 21,5 % weisen geringfügige Schäden auf
und müssen langfristig saniert werden. Für die
Sanierung der kurz- und mittelfristig zu behebenden Schäden
in der öffentlichen Kanalisation müssen rund
50 bis 55 Milliarden Euro veranschlagt werden.
Bedenklich ist auch der Zustand der privaten Abwasserleitungen.
Hier besteht ein erheblicher Handlungsbedarf. Man geht
davon aus, dass von den ca. 1,5 Millionen km Privatkanälen
ca. 30-50% undicht sind. Aufgrund der rechtlichen Gegebenheiten
haben die Betreiber der öffentlichen Netze in der
Regel nur sehr begrenzten Einfluss auf Sanierungsaktivitäten
auf den privaten Grundstücken. In Nordrhein Westfalen
regelt hierzu insbesondere die SüwVKan (gilt für
öffentliche Netze und private, gewerbliche Flächen
größer 3ha) und die BauO NW die Vorgehensweise
der regelmäßigen Kontrolle.
Der §45(5) BauO NW schreibt vor, dass bei bestehenden
Hausanschlüssen eine Dichtheitsprüfung bei einer
Änderung der Grundstücksentwässerungsanlage,
spätestens jedoch bis zum 31.12.2015 durchzuführen
ist. Befindet sich das Grundstück im Bereich eines
Wasserschutzgebietes und ist eine der folgenden Bedingungen
erfüllt: häusliches Abwasser sowie Errichten
der Grundstücksentwässerung vor dem 01.01.1965,
industrielles oder gewerbliches Abwasser sowie Errichten
der Grundstücksentwässerung vor dem 01.01.1990
war eine Dichtheitsprüfung spätestens bis zum
31.12.2005 durchzuführen. Neuanschlüsse sind
vor Inbetriebnahme nachweislich auf Dichtigkeit zu prüfen.
Die Dichtheitsprüfung ist spätestens nach 20
Jahren zu wiederholen. Nähere Einzelheiten zum Thema
„Dichtheit von Hausanschlüssen“ finden
Sie in der Broschüre des MUNLV, die Sie hier
herunterladen können.
Wir unterstützen Sie
bei der Zustandserfassung und Sanierung von Entwässerungsleitungen
und betreuen Sie von der Variantenentwicklung bis hin
zur Baubegleitung in allen Rohrwerkstoff- und Nennweitenbereichen.
Auch hier kommen im Bedarfsfall softwaregestützte
Simulationsmodelle zum Einsatz. Für alle Sanierungsfragen
stellen wir Ihnen einen zertifizierten Kanalsanierungsberater
zur Seite, der Sie qualifiziert durch alle Planungsstufen
von der Erfassung über die Klassifizierung bis hin
zur Erstellung von Sanierungskonzepten begleitet.
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